Businessplan für ein Restaurant – Anleitung & Tipps

Gegessen wird immer: Die Gastronomie ist eine der wenigen Branchen, die ebenso krisensicher wie lukrativ ist. Für gutes Essen in einer ansprechenden Atmosphäre geben die Menschen gerne viel Geld aus. Was einfach klingt, erfordert in Wirklichkeit das perfekte Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Faktoren. Es ist diese Herausforderung, die Existenzgründer reizt. Um erfolgreich in die Welt der Kochkunst und Bewirtung einsteigen zu können, ist das Schreiben eines detaillierten Businessplans von zentraler Bedeutung.

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Leichter Zugang zum benötigten Startkapital

Die Eröffnung eines Restaurants ist schon in der Vorgründungsphase mit hohen Kosten verbunden. Neben der Inneneinrichtung der Lokalität müssen sie den finanziellen Aufwand für die Erstausstattung mit Lebensmitteln bei der Planung des Finanzbedarfs berücksichtigen. Hinzu kommt das Drucken von Speisekarten und Flyern sowie die Anschaffung der Küchengeräte und -maschinen. Nur wenige Existenzgründer können das benötigte Startkapital eigenständig aufbringen.

Falls auch Sie als angehender Gastronom auf Fremdkapital angewiesen sind, ebnet Ihnen der Businessplan für Ihr Restaurant den Weg zu externen Geldgebern. Indem Sie Ihre Geschäftsidee niederschreiben, können Sie eventuelle Schwachstellen rechtzeitig identifizieren. Was bleibt ist ein Konzept, das rentabel und realisierbar ist. Der Businessplan ist somit nicht nur eine wichtige Planungshilfe für Sie als Gründer, sondern auch eine Grundvoraussetzung für die Inanspruchnahme finanzieller Unterstützung.

 

Anleitung – so schreiben Sie einen fundierten Businessplan für Ihr Restaurant

Bei einem Businessplan handelt es sich um ein Dokument, das auf 16 bis 30 Seiten die unterschiedlichen Aspekte Ihres Geschäftskonzepts beschreibt. Er sagt aus, was Sie wie und an wen verkaufen möchten. Zudem beleuchtet er die Finanzstruktur Ihrer Unternehmung. Durch die Gegenüberstellung von Kosten und Einnahmen bildet das Schriftstück die Unternehmensentwicklung der ersten Jahre nach der Gründung ab.

Damit Ihr Businessplan leserlich und übersichtlich ist, sollten Sie sich an die allgemeine Gliederung halten. Diese unterteilt das Dokument in fünf Teile, in denen Sie auf unterschiedliche Aspekte Ihrer Gründung eingehen. Die Basis für alle Abschnitte bilden Daten und Schätzwerte. Diese sollten Sie vorab gewissenhaft recherchieren und aufbereiten. Ist dies erledigt, können Sie mit dem Schreiben des Plans beginnen.

 

  1. Executive Summary

Möchten Sie Ihre Gäste klassisch bewirten oder sich auf den Bereich Take-Aways und Lieferdienst fokussieren? Welche Küche möchten Sie anbieten? In diesem ersten Abschnitt steht Ihre generelle Geschäftsidee im Vordergrund. Er gewährt einen Einblick in die Informationen, die den Leser in den folgenden vier Abschnitten erwarten.

 

Tipps zum Inhalt: Beantworten Sie die W-Fragen zu Ihrem Restaurant (was, wie, wo, zu welchem Preis und an wen?).

 

  1. Markt und Mitbewerber

Die Gastronomie ist eine hart umkämpfte Branche. In diesem Abschnitt beschreiben Sie, wie Sie sich auf dem Markt durchsetzen möchten. Neben Ihrer Zielgruppe stehen an dieser Stelle des Businessplans für Ihr Restaurant auch Ihre Konkurrenten im Fokus. Beleuchten Sie, welche Marktanteile diese besetzen und wie sich ihr Angebot zusammensetzt.

 

Tipps zum Inhalt:

  1. Beschreiben Sie die Wünsche, Ansprüche und Kaufkraft Ihrer Zielgruppe.
  2. Definieren Sie Ihre stärksten Mitbewerber.
  3. Setzen Sie Ihr Angebot ins Verhältnis mit dem Ihrer Konkurrenz.

 

  1. Ziele und Strategien

Der Businessplan für Ihr Restaurant sollte Ihre Ziele nicht nur aufzählen, sondern auch den Weg zu deren Realisierung beschreiben. Ein strategisches Vorgehen ist essenziell, um Ihre Visionen erfolgreich zum Leben zu erwecken. In diesem Abschnitt dreht sich somit alles um die Stärken und Schwächen sowie um die Chancen und Herausforderungen Ihrer Gründung.

 

Tipps zum Inhalt:

  1. Wenden Sie die SWOT-Analyse aus dem Marketing an.
  2. Definieren Sie Ihre Zielsetzungen detailliert.

 

  1. Ihre Person

In der Gastronomie kommt dem Inhaber ein besonderer Stellenwert zu. Das Charisma und das persönliche Engagement entscheiden nicht selten über Erfolg oder Misserfolg eines Restaurants. Zudem stellt die Branche sowohl körperlich als auch mental eine Herausforderung dar. In diesem Abschnitt sollte deutlich werden, warum Sie sich für die Eröffnung einer Lokalität entschieden haben.

 

Tipps zum Inhalt:

  1. Gehen Sie auf Ihre berufliche Laufbahn ein.
  2. Beschreiben Sie auch, ob Sie Vorkenntnisse im Bereich Gastronomie besitzen und inwiefern Ihnen diese bei der Gründung nützen können.

 

  1. Finanzplan

Er bildet vor allem bei der Inanspruchnahme von Fremdkapital das Herzstück des Businessplans für Ihr Restaurant. Gleichzeitig ermöglicht Ihnen die Aufstellung der Kosten, Umsätze und Gewinne, finanzielle Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Finanzplan ist somit ein wichtiges Mittel, um Ihr Restaurant von der ersten Minute an auf Erfolgskurs zu halten. Damit dies gelingt, sollten Sie an dieser Stelle alle relevanten Kennzahlen berechnen.

 

Tipps zum Inhalt:

  1. Berechnen Sie die Rentabilität und den Break-Even-Point.
  2. Bilden Sie zudem die Liquidität Ihres Restaurants ab.

 

Abschließende Hilfestellungen für die Businessplan-Erstellung

  1. Planen Sie mindestens sechs Wochen Bearbeitungszeit ein.
  2. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Recherche der Daten und geben Sie die Quellen im Anhang des Businessplans an.
  3. Schreiben Sie sachlich und vermeiden Sie emotionale Sprache, um einen professionellen Eindruck auf Investoren und Sachbearbeiter zu machen.
  4. Achten Sie beim Finanzplan auf die mathematisch korrekte Berechnung der Kennzahlen und vermeiden Sie Flüchtigkeitsfehler.
  5. Nehmen Sie bei Bedarf die Hilfe von Gründercoaches oder öffentlichen Stellen für die Erstellung des Businessplans in Anspruch.