Vier aktive KfW-Programme decken den Bedarf von der Existenzgründung bis zum großen Mittelstand ab – mit Krediten von 25.000 € bis 25 Mio €. Wir prüfen das passende Programm, erstellen den bankenkonformen Antrag und begleiten Sie über Ihre Hausbank bis zur Auszahlung.
Der KfW-Unternehmerkredit (037/047) wurde zum 30. April 2022 eingestellt – Nachfolger sind der ERP-Förderkredit KMU (365/366) und der KfW-Förderkredit großer Mittelstand (375/376). Das ERP-Kapital für Gründung (058) wurde zum 1. Januar 2023 eingestellt und im November 2024 durch den ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge (077) ersetzt. Falls Sie diese Programme noch im Netz finden: nicht mehr aktuell.
Das Standardprogramm 067 für Existenzgründer und junge Unternehmen bis 5 Jahre nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit – seit Dezember 2025 mit deutlich erweitertem Förderrahmen.
Bis 200.000 € pro Antragsteller (vorher 125.000 €). Bei mehreren Gesellschaftern kann jeder einzeln beantragen.
Davon bis 80.000 € (vorher 50.000 €) für Personal, Mieten, Marketing oder Vorfinanzierung.
Mittel können jetzt 12 statt 9 Monate nach Zusage abgerufen werden – mehr Flexibilität bei verzögerten Vorhaben.
KfW übernimmt 80 % des Kreditrisikos der Hausbank – kein Eigenkapital zwingend erforderlich.
Je nach Unternehmensphase, Kapitalbedarf und Vorhaben kommt eines dieser vier KfW-Programme infrage. Im Erstgespräch klären wir, welches Programm – oder welche Kombination mit Landesförderbanken (LfA, IBB, NRW.Bank, Bürgschaftsbanken) – für Ihr Vorhaben optimal ist.
Das meistgenutzte KfW-Programm für Existenzgründer und junge Unternehmen bis 5 Jahre nach Gründung. Aufgestockt im Dezember 2025: höhere Beträge, kein Eigenkapital nötig.
Größere Gründungs- und Übernahmevorhaben. Mit 100 % Garantie einer Bürgschaftsbank – keine zusätzlichen Sicherheiten nötig. Nachfolger des eingestellten ERP-Kapital für Gründung (058).
Für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler. Investitionen, Betriebsmittel und Unternehmenskäufe. Mit (366) oder ohne (365) Risikoübernahme der KfW.
Für Unternehmen, die nicht mehr in die KMU-Definition fallen, aber maximal 500 Mio € Gruppenumsatz haben. Identische Konditionen wie 365/366, nur für größere Unternehmen.
Eine kompakte Gegenüberstellung der vier aktiven KfW-Programme für Gründer und Unternehmer. Stand 2026.
| Konditionen | StartGeld | Gründung & Nachfolge | Förderkredit KMU | Großer Mittelstand |
|---|---|---|---|---|
| Programm-Nr. | 067 | 077 | 365 / 366 | 375 / 376 |
| Maximalbetrag | 200.000 € | 500.000 € | 25 Mio € | 25 Mio € |
| Betriebsmittel | bis 80.000 € | ja, anteilig | bis 7,5 Mio € (366) | ja, anteilig |
| Max. Laufzeit | 10 Jahre | 15 Jahre | 20 Jahre | 20 Jahre |
| Tilgungsfrei | bis 2 Jahre | 2 oder 5 Jahre | bis 3 Jahre | bis 3 Jahre |
| Risikoübernahme | 80 % (KfW) | 100 % (Bürgschaftsbank) | 50 % bei (366) | 50 % bei (376) |
| Eigenkapital nötig | nein | empfohlen | empfohlen | empfohlen |
| Unternehmensalter | ≤ 5 J. nach Gründung | ≤ 5 J. nach Gründung | jedes Alter | ≥ 2 J. (für 376) |
| Unternehmenskauf | ja | ja, Schwerpunkt | ja | ja |
| Kombinierbar | nein (mit KfW/ERP) | grundsätzlich ja | grundsätzlich ja | grundsätzlich ja |
Falls Sie nicht sicher sind, welches Programm zu Ihrem Vorhaben passt: drei häufige Konstellationen und die übliche Empfehlung. Im Erstgespräch prüfen wir Ihren Einzelfall.
Sie gründen ein Dienstleistungs-, Handels- oder Handwerksunternehmen mit Kapitalbedarf zwischen 30.000 € und 200.000 €. Sie haben wenig oder keine Sicherheiten und max. 5 Jahre Selbstständigkeit.
Sie kaufen ein bestehendes Unternehmen oder gründen mit hohem Kapitalbedarf zwischen 200.000 € und 1,5 Mio €. Sie sind in Hauptamt-Geschäftsführer-Position und max. 5 J. selbstständig.
Ihr Unternehmen ist älter als 5 Jahre und plant Investitionen, Wachstum, Betriebsmittel oder eine Übernahme zwischen 100.000 € und 25 Mio €. Sie haben mindestens zwei Jahresabschlüsse.
Bevor Sie Zeit in einen Antrag stecken: eine ehrliche Vorab-Einschätzung, ob Sie zur KfW-Zielgruppe gehören. Falls nicht, kennen wir Alternativen aus den Landesförderbanken und Bürgschaftsbanken.
Die KfW vergibt Förderkredite nicht direkt – sondern über Ihre Hausbank. Diese trifft die Vorentscheidung und leitet den Antrag weiter. Ihr Plan muss zwei Prüfer gleichzeitig überzeugen. Bei Programm 077 kommt mit der Bürgschaftsbank sogar ein dritter Prüfer dazu.
Genau darauf sind unsere Anträge ausgelegt. Wir kennen die Anforderungen aller Beteiligten – und liefern ein Paket, das alle drei Prüfstellen passieren lässt.
Vor jedem Antrag prüfen wir, welches KfW-Programm zu Ihrem Vorhaben passt – oder ob eine Kombination mit Landesförderbanken (LfA, IBB, NRW.Bank etc.) sinnvoll ist.
Der bankenkonforme Businessplan ist die Grundlage des Antrags. Mit Markt-, Wettbewerbs- und Finanzanalyse auf KfW-Anforderungsniveau – orientiert am offiziellen Geschäftskonzept-Leitfaden.
Investitionsplan, Liquiditätsplan und Rentabilitätsplan in der Struktur, die KfW und Hausbank erwarten. Realistische Annahmen, sauberer Tilgungsplan, mathematisch verknüpft.
Wir bereiten die KfW-Standardformulare vollständig vor – inklusive KMU-Selbsterklärung, De-minimis-Erklärung, Investitionsplan und korrekt aufgeschlüsseltem Verwendungszweck.
Auf Wunsch übernehmen wir die Vorbereitung und Begleitung des Hausbank-Gesprächs – bei Programm 077 zusätzlich die Abstimmung mit der zuständigen Bürgschaftsbank.
Falls KfW, Bürgschaftsbank oder Hausbank Rückfragen stellen, ergänzen wir die Unterlagen – bis die Bewilligung steht.
Der gesamte Prozess von der ersten Beratung bis zur Auszahlung dauert in der Regel 8 bis 12 Wochen. Bei Programm 077 mit zusätzlicher Bürgschaftsbank-Prüfung etwas länger.
30 Minuten, kostenlos. Wir klären Ihr Vorhaben und empfehlen das passende KfW-Programm. Sie erhalten einen Festpreis.
Wir erstellen den bankenkonformen Businessplan inklusive Drei-Jahres-Finanzplan und füllen alle KfW-Formulare vollständig aus.
Sie führen mit unserer Vorbereitung das Bankgespräch. Die Hausbank prüft und leitet weiter – bei 077 zusätzlich an die Bürgschaftsbank.
KfW-Zusage und Auszahlung über die Hausbank. Abruf innerhalb von 12 Monaten nach Zusage (StartGeld). Bei Rückfragen ergänzen wir nach.
Marken- und Garantiefragen finden Sie auf der Übersichtsseite. Hier geht es um Programm-Details, Zinsen, Kombinationen und Bewilligungsprozess. Stand 2026.
Faustregel nach Kapitalbedarf und Phase:
Wichtig: Das StartGeld lässt sich nicht mit anderen KfW/ERP-Programmen kombinieren. Die Programme 077, 365/366 und 375/376 sind grundsätzlich kombinierbar – das prüfen wir im Einzelfall.
Drei Änderungen seit dem 1. Dezember 2025:
Sonstige Konditionen unverändert: Laufzeit bis 10 Jahre, bis 2 tilgungsfreie Anlaufjahre, 80 % Risikoübernahme durch KfW, kein Eigenkapital zwingend erforderlich.
Beim ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge (077) sind drei Prüfstellen beteiligt: Ihre Hausbank, die Bürgschaftsbank des Bundeslandes, und die KfW. Der Ablauf:
Der zusätzliche Schritt verlängert den Prozess um etwa 2–4 Wochen, lohnt sich aber: Die Bürgschaftsbank garantiert 100 % des Kreditausfallrisikos – Sie müssen praktisch keine eigenen Sicherheiten stellen.
Programm-abhängig:
StartGeld (067): Offiziell ist kein Eigenkapital erforderlich – 100 % Finanzierung möglich. In der Praxis empfehlen Hausbanken oft 10–20 % Eigenmittel, weil sie 20 % des Restrisikos selbst tragen.
Gründung und Nachfolge (077): Eigenmittel sind nötig, da der Förderkredit nur bis zu 35 % der förderfähigen Kosten abdeckt. Den Rest finanzieren Hausbank-Anteil und Eigenkapital.
KMU (365/366) und Großer Mittelstand (375/376): Offiziell keine Eigenkapital-Pflicht, in der Praxis meist 10–20 % erforderlich für eine positive Bonitätsprüfung.
Die Zinsen werden bei jedem Antrag individuell durch die Hausbank festgelegt, basierend auf einem Preisklassen-System der KfW. Maßgeblich sind:
Die tagesaktuellen Konditionen finden Sie im KfW-Konditionenanzeiger auf kfw.de. Wir nennen Ihnen im Erstgespräch eine realistische Bandbreite für Ihr Vorhaben. KfW-Förderkredite sind fast immer günstiger als reguläre Bankenfinanzierungen.
Beim StartGeld übernimmt die KfW 80 % des Kreditrisikos der Hausbank. Beim Programm 077 ist es sogar eine 100 %-Garantie der Bürgschaftsbank. Bei 366 und 376 sind es 50 %.
Diese Risikoübernahmen machen es für Hausbanken deutlich attraktiver, Anträge weiterzuleiten – auch bei Gründungen mit überschaubaren Sicherheiten. Bei 366/376 zahlt der Kreditnehmer einen geringfügig höheren Zinsaufschlag dafür.
Wichtig: Diese Übernahmen gelten zwischen Hausbank und Förderbank. Sie als Kreditnehmer haften weiterhin zu 100 % für die Rückzahlung Ihres Kredits.
Ab dem Antragseingang bei der Hausbank rechnen Sie typischerweise mit:
Der gesamte Prozess inklusive Businessplan-Erstellung dauert bei uns 8 bis 12 Wochen (067/365/366/375/376) bzw. 10 bis 14 Wochen (077).
Nein. Der KfW-Unternehmerkredit (037/047) wurde zum 30. April 2022 vollständig eingestellt. Nachfolger sind der ERP-Förderkredit KMU (365/366) und der KfW-Förderkredit großer Mittelstand (375/376).
Beide Nachfolgeprogramme bieten ähnliche Konditionen: bis zu 25 Mio €, Laufzeiten bis 20 Jahre, bis zu 3 tilgungsfreie Jahre. Wenn Sie online noch Artikel zum 037/047 finden: veraltet.
Grundsätzlich ja – aber der Antrag muss immer über Ihre Hausbank laufen, nie direkt an die KfW. Die Hausbank trifft die Vorentscheidung und reicht weiter. In der Praxis scheitern Anträge oft nicht an der KfW, sondern an der Hausbank: weil Businessplan und Finanzplan nicht überzeugend genug sind.
Bei Programm 077 kommt mit der Bürgschaftsbank ein weiterer Prüfer dazu. Unsere Leistung: einen Antrag liefern, der alle Prüfer zur Weiterleitung bewegt.
Wir arbeiten mit Festpreisen ab dem Erstgespräch – keine Erfolgsbeteiligung, keine versteckten Kosten. Die Höhe hängt davon ab, ob nur der KfW-Antrag oder auch der vollständige Businessplan benötigt wird (in den meisten Fällen verlangt die Hausbank den Plan ohnehin). Sie erhalten ein klares Angebot vor Auftragsannahme.
Wir prüfen, welches der vier KfW-Programme zu Ihrem Vorhaben passt, und ob die Förderung realistisch erreichbar ist. Ehrlich, unverbindlich, ohne Verkaufsdruck.
Termin vereinbarenKonditionen entsprechen dem Stand 2026 laut KfW. Maßgeblich sind die offiziellen Programmmerkblätter der KfW in der jeweils gültigen Fassung. Quelle: kfw.de.