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Übergeber & Nachfolger · 6–18 Monate · Festpreis-Module

Lebenswerk übergeben oder übernehmen – geplant statt riskiert.

Eine Unternehmensnachfolge ist die wahrscheinlich wichtigste Transaktion in einem Unternehmerleben – auf beiden Seiten. Wir begleiten Übergeber und Nachfolger durch Konzept, Bewertung, Finanzierung, Verhandlung und Übergabe. Diskret, strukturiert, mit klarem Fahrplan.

Dauer6–18 Monate
Vorlaufzeit ideal3–5 Jahre
VorgehenFestpreis-Module
DiskretionNDA
Zwei Perspektiven, ein Prozess

Auf welcher Seite stehen Sie?

Nachfolge bedeutet etwas grundlegend Verschiedenes, je nachdem, ob Sie ein Unternehmen verkaufen oder kaufen wollen. Wir bedienen beide Seiten – und kennen genau deshalb die Erwartungen, Sorgen und Hebel der jeweils anderen.

Seite 01 · Übergeber

Sie wollen Ihr Unternehmen übergeben.

Sie haben Ihr Lebenswerk aufgebaut und stehen vor der Frage: Wie übergebe ich es zu einem fairen Preis an die richtige Person, ohne dass Unternehmen oder Mitarbeiter Schaden nehmen?

  • Unternehmensbewertung nach anerkannten Verfahren
  • Erstellung eines anonymisierten Verkaufsexposés (Information Memorandum)
  • Diskrete Käufersuche über unser Netzwerk
  • Vorbereitung auf Due-Diligence-Prozesse
  • Verhandlungsbegleitung bis zum Notartermin
  • Strukturierungs-Beratung (asset / share deal)
Typische Anlässe Ruhestand, gesundheitliche Gründe, keine familieninterne Nachfolge, strategischer Verkauf an Wettbewerber, Konzentration auf andere Projekte.
Seite 02 · Nachfolger

Sie wollen ein Unternehmen übernehmen.

Sie wollen nicht bei Null anfangen, sondern ein laufendes Unternehmen übernehmen – mit Kunden, Mitarbeitern und Cashflow vom ersten Tag. Die zentrale Frage: Ist der Preis fair und die Finanzierung tragbar?

  • Tragfähigkeits-Analyse der Übernahmeziele
  • Plausibilisierung des Verkaufspreises
  • Nachfolge-Businessplan für Banken und Förderbanken
  • Finanzierungsstrategie inkl. KfW- und ERP-Förderkrediten
  • Begleitung bei Due Diligence und Vertragsverhandlungen
  • Integrations- und 100-Tage-Plan nach Übergabe
Typische Anlässe Management Buy-Out (MBO), Management Buy-In (MBI), familieninterne Übernahme, Suche nach einem laufenden Unternehmen als Alternative zur Neugründung.
Warum jetzt?

Eine Übergabe-Welle rollt durch Deutschland.

Der demografische Wandel trifft die Unternehmer-Generation mit voller Wucht. Laut der aktuellen Schätzung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM Bonn) stehen zwischen 2026 und 2030 deutschlandweit etwa 186.000 Familienunternehmen zur Übergabe an.

Für Übergeber heißt das: Wer früh plant, hat die Wahl. Wer zu spät anfängt, riskiert einen Notverkauf unter Wert oder die Schließung eines profitablen Betriebs – besonders weil sich laut IfM die Ertragslage vieler Unternehmen verschlechtert hat und Übernahmen damit weniger attraktiv werden.

Für Nachfolger heißt das: Es war selten so viel Auswahl auf dem Markt. Aber die Spreu vom Weizen zu trennen, ist ohne strukturierte Bewertung kaum möglich.

186k

Übergaben bis 2030

So viele Familienunternehmen stehen laut IfM Bonn zwischen 2026 und 2030 in Deutschland zur Übergabe an.

~50%

Bleiben in der Familie

Etwa die Hälfte der Übergaben erfolgt familienintern, ca. 17 % an Beschäftigte (MBO), die restlichen ~29 % an Externe (MBI).

3–5

Jahre Vorlaufzeit ideal

So lange dauert eine gut geplante Nachfolge realistisch – von der Entscheidung bis zur vollständigen Übergabe.

Quellen: IfM Bonn, „Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030", Daten und Fakten Nr. 37 (2025).
Sechs Wege der Nachfolge

Es gibt nicht die Nachfolge – es gibt sechs.

Welche Form der Nachfolge passt, hängt von Familiensituation, Unternehmensgröße, Branche und persönlichen Zielen ab. Hier die sechs gängigen Wege im Überblick.

Weg 01

Familieninterne Nachfolge

Übergabe an Kinder oder andere Familienmitglieder. Steuerlich oft günstig (Erbschafts-/Schenkungssteuer), emotional die anspruchsvollste Variante.

Passt zu

Familienunternehmen mit fachlich geeigneten und motivierten Familienmitgliedern.

Weg 02

Management Buy-Out (MBO)

Bestehende Führungskräfte oder Mitarbeiter übernehmen. Bewährtes Modell mit hoher Erfolgsquote, weil Käufer das Unternehmen bereits kennt.

Passt zu

Unternehmen mit erfahrener zweiter Führungsebene und stabilem Geschäftsmodell.

Weg 03

Management Buy-In (MBI)

Externe Führungskraft übernimmt. Häufig finanziert mit KfW/ERP-Krediten plus Eigenkapital. Klassischer Weg für Nachfolger ohne familiäre Bindung.

Passt zu

Erfahrene Führungskräfte, die in die Selbstständigkeit wechseln wollen.

Weg 04

Verkauf an Wettbewerber

Strategischer Käufer aus der Branche – oft der höchste Preis, weil Synergien einkalkuliert werden. Aber: Risiken für Mitarbeiter und Standort.

Passt zu

Übergeber mit klarem Fokus auf Verkaufspreis und Branchen­konsolidierungs­situationen.

Weg 05

Verkauf an Finanzinvestor

Private-Equity-Fonds oder Beteiligungsgesellschaften übernehmen. Häufig mit dem bestehenden Management als Co-Investor (Owner Buy-Out, OBO).

Passt zu

Unternehmen mit stabilen Cashflows, Wachstumspotenzial und Umsätzen ab ca. 3–5 Mio €.

Weg 06

Verpachtung & Earn-Out

Hybride Modelle: Verpachtung mit späterem Kauf, oder Verkauf mit erfolgsabhängiger Kaufpreiszahlung (Earn-Out). Reduziert das Risiko für beide Seiten.

Passt zu

Komplexe Übergaben, bei denen sich Käufer und Verkäufer beim Preis noch nicht einig sind.

Förderung für Nachfolger · Stand 2026

Drei KfW-Programme, die jeder Nachfolger kennen muss.

Die KfW hat ihre Förderlandschaft Ende 2024 neu strukturiert: Programm 058 wurde durch 077 abgelöst. Hier die wichtigsten Programme für Übernahmen – die ausführlichen Konditionen finden Sie auf unserer KfW-Seite.

KfW 365 / 366 · KMU

ERP-Förderkredit KMU

bis 25 Mio €

Standardprogramm für größere Übernahmen. Unternehmensübernahmen sind ausdrücklich förderfähig. Bis zu 20 Jahre Laufzeit, mit (366) oder ohne (365) Risikoübernahme der KfW.

KfW 077 · seit 11/2024

ERP-Förderkredit Gründung & Nachfolge

bis 500.000 €

Nachfolger von Programm 058. 100 % Bürgschaftsbank-Garantie, rückgarantiert vom Bund. Keine eigenen Sicherheiten nötig. Finanziert max. 35 % des Vorhabens.

KfW 067 · seit 12/2025 aufgestockt

ERP-Gründerkredit StartGeld

bis 200.000 €

Für kleinere Übernahmen. Seit Dezember 2025 erweitert: bis 80.000 € davon für Betriebsmittel. 80 % KfW-Risikoübernahme, kein Eigenkapital erforderlich. Nicht mit anderen KfW/ERP-Programmen kombinierbar.

Unsere Leistung

Wir begleiten beide Seiten – aber nie gleichzeitig.

Eine Unternehmensnachfolge hat hohes Konfliktpotenzial: unterschiedliche Preisvorstellungen, emotionale Bindung, Zeitdruck. Genau deshalb sitzen wir nie auf beiden Seiten gleichzeitig.

Wir vertreten entweder den Übergeber oder den Nachfolger – mit voller Loyalität für unseren Mandanten. Auf der jeweils anderen Seite kennen wir aus jahrelanger Erfahrung die typischen Argumente, Sorgen und Verhandlungsmuster.

Ehrlicher Hinweis Unsere Kernkompetenz liegt in Bewertung, Übernahme-Businessplan und Finanzierungsstrukturierung – nicht in der M&A-Vermittlung gegen Erfolgsprovision. Bei reinen Käufersuchen größerer Mittelständler arbeiten wir mit spezialisierten M&A-Partnern zusammen. Notarielle und steuerliche Beratung erfolgt durch erfahrene Partner aus unserem Netzwerk. So bekommen Sie für jede Frage die Person, die sie wirklich am besten beantwortet.
1

Nachfolgekonzept entwickeln

Für Übergeber: Welcher Weg passt? Familie, Mitarbeiter, externer Käufer, Wettbewerber? Für Nachfolger: Welches Unternehmen passt zu Ihren Fähigkeiten und Mitteln?

2

Unternehmen bewerten

Bewertung nach anerkannten Verfahren: Ertragswert, Multiplikator-Verfahren, AWH-Standard für Handwerksbetriebe. Begründbar, nachvollziehbar, verhandlungsfest.

3

Verkaufsexposé oder Übernahme-Businessplan

Für Übergeber: anonymisiertes Information Memorandum, das Interesse weckt. Für Nachfolger: bankenkonformer Nachfolge-Businessplan inklusive Finanzplanung.

4

Finanzierung strukturieren

Für Nachfolger: passgenaue Finanzierungs-Mischung aus KfW-Programmen (067 / 077 / 365/366), Hausbank, Bürgschaft und Eigenmitteln. Antragsbegleitung bis zur Bewilligung.

5

Due Diligence begleiten

Strukturierte Prüfung der Kennzahlen, Verträge, Personalstrukturen und Risiken. Für Nachfolger als Schutz vor Überraschungen, für Übergeber als Vorbereitung auf typische Käuferfragen.

6

Verhandlung & Übergabe

Kaufpreis-Verhandlung, Strukturierung (asset / share deal), Earn-Out-Modelle, Übergangsphase. Bis zum Notartermin und in der 100-Tage-Phase danach.

So läuft's ab

Vier Phasen. Realistisch: 6 bis 18 Monate.

Eine sauber durchgeführte Unternehmensnachfolge ist kein Schnellprojekt. So sieht der Standardablauf aus – vom Erstgespräch bis zur Übergabe.

Konzept & Bewertung

Erstgespräch, Nachfolgekonzept, Unternehmensbewertung. Sie wissen am Ende: Was ist das Unternehmen wert und welcher Weg passt.

Monat 1–2

Vorbereitung & Material

Exposé für Übergeber, Businessplan und Finanzierungsstrategie für Nachfolger. Plus erste Käufer- oder Zielsuche.

Monat 2–4

Gespräche & Due Diligence

Vorgespräche, Letter of Intent, strukturierte Due Diligence, parallel Finanzierungs-Anbahnung beim Nachfolger.

Monat 4–10

Verhandlung & Übergabe

Kaufpreis-Verhandlung, Vertragsdetails, Notartermin, Übergangsphase und 100-Tage-Begleitung nach Closing.

Monat 10–18
Häufige Fragen

Was Sie zur Nachfolge wissen sollten.

Konkrete Themen zu Übergabe und Übernahme. Marken- und Garantiefragen finden Sie auf der Übersichtsseite.

Wann sollte ich als Übergeber mit der Planung anfangen? +

Idealerweise 3 bis 5 Jahre vor der geplanten Übergabe. Klingt viel, ist aber realistisch: Sie wollen das Unternehmen für einen Verkauf optimieren (Abhängigkeiten von Ihrer Person reduzieren, Strukturen sauber dokumentieren), Sie brauchen Zeit für die Käufersuche, und Sie wollen steuerliche Optimierungen (Erbschafts-/Schenkungssteuer, Behaltefristen) sauber gestalten.

Auch ein schneller Verkauf in 6–12 Monaten ist möglich – aber Sie verlieren dabei oft 10–30 % vom realistischen Preis.

Wie wird der Unternehmenswert ermittelt? +

Es gibt mehrere anerkannte Verfahren, die je nach Unternehmenstyp kombiniert werden:

Ertragswertverfahren: Bewertung auf Basis der prognostizierten zukünftigen Erträge. Standardverfahren für die meisten KMU.

Multiplikator-Verfahren: Vergleichswerte aus der Branche (EBIT- oder Umsatz-Multiples). Schnell, als Orientierung gut.

AWH-Standard: Bewertungsstandard speziell für Handwerksbetriebe, kombiniert Ertrags- und Substanzwert.

Substanzwertverfahren: Bewertung der Vermögensgegenstände abzüglich Schulden. Untergrenze, nicht aussagekräftig für ertragsstarke Unternehmen.

Wir verwenden in der Regel eine Kombination und stellen die Annahmen transparent dar – das macht die Bewertung verhandlungsfest.

Wie finanziere ich als Nachfolger die Übernahme? +

Eine typische Übernahme-Finanzierung besteht aus drei bis vier Bausteinen:

Eigenmittel: meist 10–25 % des Kaufpreises. Wer mehr mitbringt, hat bessere Konditionen – beim KfW 067 ist seit 12/2025 sogar kein Eigenkapital mehr zwingend erforderlich.

KfW-Förderkredite: Hauptfinanzierungsbaustein. Je nach Größe Programm 067 (bis 200.000 €), Programm 077 (bis 500.000 €) oder Programm 365/366 (bis 25 Mio €).

Hausbankkredit: ergänzend, kombiniert mit der KfW über das Hausbankprinzip.

Verkäuferdarlehen: Der Übergeber stundet einen Teil des Kaufpreises. Üblich bei familieninternen Nachfolgen und kleineren MBOs.

Mehr zu den KfW-Konditionen auf unserer KfW-Seite.

Was ist der Unterschied zwischen Asset Deal und Share Deal? +

Beim Share Deal kaufen Sie die Anteile am Unternehmen (z. B. GmbH-Anteile). Das gesamte Unternehmen geht mit allen Rechten, Pflichten, Verträgen und Verbindlichkeiten auf Sie über. Steuerlich oft für den Verkäufer attraktiver.

Beim Asset Deal kaufen Sie einzelne Vermögensgegenstände (Maschinen, Vorräte, Verträge, Markenrechte). Sie können selektieren, was Sie übernehmen wollen, und alte Risiken (Altlasten, Steuerschulden) bleiben beim Verkäufer. Steuerlich oft für den Käufer attraktiver, weil Abschreibungspotenzial entsteht.

Welche Variante besser ist, hängt vom Einzelfall ab – wir beraten in Zusammenarbeit mit Steuer- und Rechtsexperten.

Begleiten Sie auch familieninterne Übergaben? +

Ja, und das ist oft der emotional anspruchsvollste Fall. Familieninterne Nachfolgen scheitern selten am Geld – sondern an unklaren Rollen, unterschiedlichen Erwartungen oder ungelösten Familienkonflikten.

Wir bringen Struktur in den Prozess: Bewertung als unabhängige dritte Stimme, klare Übergabeverträge, steuerlich saubere Gestaltung (Schenkungssteuer, Pflichtteilansprüche), und – wenn nötig – Vermittlung zwischen Generationen.

Wie diskret läuft die Käufersuche ab? +

Maximale Diskretion ist Standard. Unsere Käufersuche läuft zweistufig:

Stufe 1: Anonymisiertes Kurzprofil (Branche, Region, Größenordnung, ohne Firmenname). Wird selektiv an passende Interessenten gesendet.

Stufe 2: Erst nach NDA und Vorqualifizierung des Interessenten erhält dieser das vollständige Information Memorandum mit Firmennamen und Kennzahlen.

Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten erfahren erst dann von der Übergabe, wenn Sie das wünschen – meist nach Vertragsunterzeichnung.

Was kostet Ihre Unterstützung? +

Wir arbeiten mit Festpreis-Modulen für die einzelnen Bausteine: Bewertung, Exposé/Businessplan, Finanzierungsbegleitung. Bei vermittelten Verkäufen kann eine klar definierte Erfolgskomponente hinzukommen, die wir transparent vor Vertragsabschluss vereinbaren.

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir den Umfang und nennen einen verbindlichen Preis. Steuer- und Rechtsberatung läuft über Partner aus unserem Netzwerk und wird separat abgerechnet.

Bereit für den nächsten Schritt?

Eine Nachfolge braucht Zeit. Fangen Sie früh an.

30 Minuten Erstgespräch – kostenlos, unverbindlich, diskret. Wir hören Ihre Situation an und zeigen Ihnen, welche Schritte als Nächstes Sinn ergeben.

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Oder direkt anrufen: 069 2474 1365 · Frankfurt · Hanau · DACH-weit