Businessplan für eine App – Hintergründe, Anleitung und Tipps

Laut Untersuchungen beschäftigen sich die Deutschen rund fünf Stunden täglich aktiv mit ihrem Smartphone. Neben Google und den sozialen Medien sind es vor allem Apps, die die Nutzer an die Displays fesseln. Kein Wunder, dass sich ein zunehmender Anteil an Gründern der Entwicklung von Smartphone-Anwendungen widmet. Da sich diese Sparte durch hohe und stark schwankende Kosten charakterisiert, ist die Ausarbeitung eines Businessplans ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg in die Technologiebranche.

>> Jetzt Businessplan erstellen lassen! <<

 

Ein Aspekt, den Sie beim Businessplan für Ihre App beachten sollten

Als Niederschrift der grundlegenden Geschäftsidee ist der Businessplan branchenübergreifend relevant. Dennoch gibt es in der Technologiesparte – und folglich auch in der App-Entwicklung – einige wichtige Besonderheiten bei der Recherche, die vor der Ausarbeitung durchzuführen ist. Die gute Nachricht: Die benötigten Daten und Schätzwerte sind leicht zu beschaffen, da digitale Anwendungen naturgemäß auf computergestützten Systemen basieren.

Gleichzeitig kommt einer gewissenhaften und lückenlosen Auswertung dieser Daten eine spezielle Bedeutung zu, denn die Entwicklung, Verbreitung und Aktualisierung einer App verursacht einen hohen Kapitalbedarf. Im Gegensatz zu anderen Branchen ist dieser weit über das erste Gründungsjahr hinaus zu spüren. Angesichts dieses hohen finanziellen Risikos sollten Sie beim Businessplan für Ihre App ein besonderes Maß an Sorgfalt walten lassen.

 

Wem nützt das Dokument?

Der Businessplan gewährt einen Einblick in die Realisierbarkeit Ihrer Geschäftsidee. Aus diesem Grund ist der Inhalt des Dokuments für mindestens drei Parteien relevant: für Sie als Gründer, für öffentliche Institutionen und für externe Geldgeber.

 

Gründer oder Gründer-Team

Für Sie stellt der Start in die Selbstständigkeit nicht nur die Verwirklichung einer Vision dar, sondern auch ein finanzielles Risiko. Zudem ist es vor allem als Erstgründer leicht, den Überblick über die zahlreichen Einflussfaktoren auf den unternehmerischen Erfolg zu verlieren. An dieser Stelle dient Ihnen der Businessplan für Ihre App als Orientierung. Indem Sie ihn mit dem aktuellen Status quo vergleichen, können Sie notwendige Anpassungen vornehmen und Ihr Business auf Erfolgskurs halten.

 

Agentur für Arbeit, KfW & Co.

Nur wenige Existenzgründer verfügen über das notwendige Startkapital, um ihre Geschäftsidee zum Leben zu erwecken. Falls dies auch auf Sie zutrifft, sind der Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit und der Gründerkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine hilfreiche Stütze. In beiden Fällen handelt es sich um eine Ermessensleistung, die genehmigt oder abgelehnt werden kann. Mit einem fundierten Businessplan erhöhen Sie die Chancen auf die Bewilligung Ihres Antrags.

 

Investoren und Kreditinstitute

Der Kapitalbedarf bei der App-Entwicklung liegt meist höher, als der Gründungszuschuss beziehungsweise -kredit. Gute Quellen für zusätzliche finanzielle Unterstützung sind Banken und private Investoren. Letztere stehen technologischen Geschäftskonzepten in Zeiten der Digitalisierung grundsätzlich offen gegenüber. Ein wichtiger Entscheidungsfaktor ist dennoch die voraussichtliche Höhe der Rendite, über die der Businessplan Ihrer App Auskunft gibt.

 

Businessplan für eine App erstellen – so gelingt’ s!

Bevor Sie die erste Zeile schreiben, sollten Sie sich mit der Struktur des Dokuments auseinandersetzen. Diese unterteilt sich in fünf Abschnitte mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Ziel ist, Ihr Vorhaben mit all seinen Besonderheiten, Chancen und Risiken abzubilden. Für diese Anleitung zum Schreiben des Businessplans für Ihre App nehmen wir an, dass Sie die Entwicklungsarbeit nicht in Eigenregie übernehmen und die damit einhergehenden Kostenvorteile somit nicht nutzen können.

 

  1. Executive Summary

Dieser Teil ist eine Mischung aus Vorwort und Zusammenfassung. In diesem ersten Abschnitt geben Sie einen kurzen Ausblick auf Ihre Geschäftsidee, die dem Businessplan zugrunde liegt. Zudem geben Sie dem Leser einen Überblick über die kommenden vier Bereiche und deren Inhalt. Die Executive Summary entscheidet nicht selten darüber, ob der Sachbearbeiter beim Arbeitsamt oder der Investor den Businessplan für Ihre App zu Ende liest.

 

Tipps für diesen Bereich:

  • Fassen Sie sich kurz und schreiben Sie maximal drei Seiten.
  • Verfassen Sie diesen Teil am Ende Ihrer Ausarbeitung.

 

  1. Analyse des Markts und der Mitbewerber

Die Technologiebranche ist in unserem digitalen Zeitalter äußerst profitabel – und hart umkämpft. Nur wenn Sie Ihre Konkurrenz kennen, können Sie sich mit gezielten Maßnahmen gegen sie behaupten und Marktanteile erobern. Ebenso wichtig ist die Kenntnis über die Zielgruppe, aus der die Nutzer Ihrer App stammen. Analysieren Sie die Wünsche, Ansprüche und Interessen der Anwender.

 

Tipps für diesen Bereich:

  • Unterschätzen Sie Ihre Konkurrenten nicht.
  • Berücksichtigen Sie auch neue, vielversprechende Mitbewerber.
  • Nutzen Sie neben Daten und Fakten auch App-Stores, die sozialen Medien und Internetforen, um Ihre Zielgruppe kennenzulernen.

 

  1. Ziele und Strategien

Dieser Abschnitt des Businessplans für Ihre App widmet sich der genauen Definition Ihrer Ziele. Dies kann sich zum Beispiel auf den zu erobernden Marktanteil oder ein bestimmtes Ranking im App-Store beziehen. Wie soll der zukünftige Ist-Zustand aussehen und wie können Sie diesen herstellen? Anhand dieser Fragestellungen leiten Sie die Methoden ab, die Sie zum Erreichen Ihrer Vision einsetzen möchten.

 

Tipps für diesen Bereich:

  • Nutzen Sie die Techniken des Marketings wie die SWOT-Analyse.
  • Definieren Sie Ihre Ziele so detailliert wie möglich.
  • Verwenden Sie Meilensteine, um Teilziele bestimmten Perioden zuzuordnen.

 

  1. Die Person hinter der Geschäftsidee

Beim Businessplan für eine App sind externe Leser – wie Sachbearbeiter, Bankangestellte und Investoren – besonders an Ihrer bisherigen Laufbahn interessiert. Im Idealfall besitzen Sie Vorkenntnisse im Bereich IT oder können Ihr Naturtalent mit vorherigen Projekten unter Beweis stellen. Fehlt Ihnen diese Expertise, muss Ihr Unternehmen nicht zwangsläufig zum Scheitern verurteilt sein. Dennoch sollten Sie zumindest eine Affinität für Technologiethemen mitbringen.

 

Tipps für diesen Bereich:

  • Beschreiben Sie Ihre persönliche Motivation hinter Ihrem Konzept.
  • Stellen Sie auch eventuelle Mit-Gründer vor.
  • Bei einem Gründer-Team: Gehen Sie auf die Stärken der einzelnen Mitglieder ein und erläutern Sie, wie diese die Schwächen der anderen ausgleichen können.

 

  1. Finanzplan

Eine umfangreiche Recherche ist – wie eingangs erwähnt – für diesen Abschnitt unerlässlich. Im Businessplan für Ihre App werden die Entwicklung und das Marketing die größten Kostentreiber sein. An dieser Stelle sollten Sie auch erläutern, wie Sie mit Ihrer App Umsätze generieren möchten. In-App-Käufe oder monatliches Abo? Prognostizieren Sie neben der Art der Einnahmen auch deren Höhe.

 

Tipps für diesen Bereich:

  • Beschreiben Sie den Kapitalbedarf pro Periode.
  • Nutzen Sie gewissenhaft recherchierte Daten.
  • Ermitteln Sie relevante Kennzahlen wie den Break-Even-Point und das Return-on-Investment.

 

 

Vermeiden Sie diese häufigen Fehler bei der Businessplan-Erstellung

Unangemessener Schreibstil

Verzichten Sie auf emotionale Sprache und bleiben Sie sachlich. Eine gute Methode ist, die Anzahl an Adjektiven im Text auf das notwendige Minimum zu reduzieren. Dies gilt auch, wenn Sie den Businessplan Ihrer App nur für sich selbst schreiben. Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt auf Fremdkapital angewiesen sein, müssen Sie das Dokument nicht vollständig überarbeiten. Nutzen Sie spezielle Textsoftware zur Prüfung des Stils, der Grammatik und der Rechtschreibung.

 

Unsaubere Berechnungen

Im Finanzplan Ihres Businessplans sollten Sie auf die mathematische Korrektheit Ihrer Kennzahlen achten. Falsche Rechenwege zeugen aus Sicht von Investoren und Bankangestellten von mangelndem betriebswirtschaftlichem Know-how. Dies ist für die Geldgeber jedoch eine Grundvoraussetzung, um in die finanzielle Unterstützung Ihres Business einzuwilligen. Nicht zuletzt verschleiern beschönigte und inkorrekte Zahlen das tatsächliche Finanzrisiko, das Sie mit Ihrer Unternehmung eingehen.

 

Kurzer Planungshorizont

In den ersten Jahren nach der Gründung unterliegt Ihr Unternehmen einem starken Wandel. Dies sollten Sie auch bei der schriftlichen Ausarbeitung Ihres Konzepts beachten. Beziehen Sie beim Businessplan für Ihre App einen Zeitraum von mindestens drei Jahren ein. In der Praxis hat sich ein Horizont von fünf Jahren als Standard etabliert. Wichtig: Analysieren Sie die Daten und Schätzwerte für jede einzelne Periode, um ein aussagekräftiges Dokument zu erhalten.

 

Sie können einen professionellen Businessplan für Ihre App erstellen lassen, indem Sie mit uns Kontakt aufnehmen.