Businessplan für die Arbeitsagentur – Hintergründe, Tipps & Anleitung

Am Anfang einer jeden Unternehmensgründung steht das Schreiben eines Businessplans. Diese schriftliche Darlegung der eigenen Geschäftsidee ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Mithilfe von gut recherchierten Daten werden sämtliche Aspekte des Vorhabens systematisch analysiert, um eine fundierte Aussage über die Erfolgschancen des Konzepts treffen zu können.

Dem Gründer dient der Businessplan zur Planung seiner einzelnen Handlungsschritte sowie zur Minimierung des finanziellen Risikos. Gleichzeitig ist er unverzichtbar, um die Fördermittel für Existenzgründer der Agentur für Arbeit beantragen zu können. Die Behörde stellt besondere Anforderungen an die Struktur und den Inhalt des Dokuments. Wer diese kennt und berücksichtigt, der erhöht seine Chancen auf Bewilligung des Antrags.

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Wozu benötigt das Jobcenter den Businessplan?

Von der Arbeitslosigkeit aus in die Selbstständigkeit zu starten, ist ein schwieriges Unterfangen. Gründer können das nötige Startkapital zur Realisierung ihres Vorhabens nur selten eigenständig aufbringen. In diesem Fall ist die Beantragung von Fördergeldern meist unumgänglich. Ein wesentlicher Bestandteil des entsprechenden Antrags beim Arbeitsamt ist der Businessplan. Er verdeutlicht dem zuständigen Sachbearbeiter, ob die Geschäftsidee Substanz hat und langfristig erfolgreich sein kann. Nur wenn dessen Urteil positiv ausfällt, fördert das Jobcenter die Existenzgründung.

 

Die Struktur des Dokuments

In der Praxis hat sich eine grundsätzliche Gliederung des Businessplans etabliert. Wenn Sie die schriftliche Ausarbeitung für die Arbeitsagentur verfassen, sollten Sie zusätzlich die speziellen Richtlinien der Behörde beachten. Diese erweitern die fünfteilige Struktur des Plans um drei weitere Themenpunkte.

 

Somit ergibt sich der folgende Aufbau des Businessplans für das Arbeitsamt:

  1. Zusammenfassung

Sie entspricht der Executive Summary des gewöhnlichen Businessplans. Auf maximal zwei bis drei Seiten beschreiben Sie Ihre Geschäftsidee, Ihre Zielgruppe, die Wettbewerbssituation sowie den Kapitalbedarf Ihrer Unternehmung. Ziel ist, dem Sachbearbeiter des Jobcenters einen ersten Einblick in Ihr Konzept zu gewähren. Da die Zusammenfassung auf alle Themenbereiche des Dokuments eingeht, sollten Sie sie zum Schluss verfassen.

 

  1. Geschäftsidee

In einem zweiten Schritt führen Sie die Details Ihres Vorhabens genauer aus. Neben der geplanten Marktstrategie und den Zielen Ihres Unternehmens stehen in diesem Teil vor allem formelle Aspekte im Fokus. Hierzu zählen der Name Ihrer Firma, die Wahl der Rechtsform sowie der Standort Ihres Unternehmens.

 

  1. Sortiment und Dienstleistung

An dieser Stelle des Businessplans für das Arbeitsamt steht Ihr Produkt beziehungsweise Ihre Dienstleistung im Vordergrund. In beiden Fällen sollten Sie den Nutzen Ihres Angebots für die von Ihnen angepeilte Zielgruppe beschreiben. Beziehen Sie hierzu auch die anderen Marktteilnehmer ein und machen Sie deutlich, inwiefern Sie sich gegen Ihre Mitbewerber durchsetzen können.

Was ist das Besondere an Ihrem Angebot? Sofern Ihre Geschäftsidee auf einem innovativen, physischen Produkt basiert, sollten Sie in diesem Bereich auch auf die Erforderlichkeit einer Patentanmeldung eingehen. Zusammen mit den Entwicklungskosten stellt diese bei neuen Produkten einen wesentlichen Kostenfaktor dar. Nicht zuletzt sollten Sie aufzeigen, welchen Verkaufspreis Sie ansetzen und wie Sie diesen berechnet haben.

 

  1. Marktanalyse

Ihr Businessplan für das Jobcenter sollte eine umfangreiche Analyse des Marktes enthalten, auf dem Sie mit Ihrem Unternehmen tätig sein möchten. Gehen Sie auf Ihre Zielgruppe ein. Wie setzt sich diese zusammen und welche Kaufkraft steckt hinter ihr? Beschreiben Sie Ihre stärksten Mitbewerber und deren Marktmacht. Führen Sie auch aus, wo Sie sich auf dem Markt positionieren möchten und welche Strategien Sie hierfür verfolgen. Dies verdeutlicht dem Sachbearbeiter, dass Sie Ihre Branche sowie die Bedürfnisse Ihrer zukünftigen Kunden kennen.

 

  1. Marketingstrategie

Wie möchten Sie Ihre Zielgruppe auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen? Die Marketingkosten sind ein wesentlicher Faktor bei der Preisberechnung und sollten an dieser Stelle ausführlich beschrieben werden.

 

  1. Personalplanung

Nun steht Ihre Person im Fokus. Stellen Sie sich und Ihre bisherige berufliche Laufbahn vor. Falls Sie Vorkenntnisse in Bezug auf Ihr Geschäftsfeld mitbringen, sollten Sie deren Umfang ausführlich beschreiben. Betrachten Sie diesen Teil des Businessplans für die Arbeitsagentur wie ein Bewerbungsgespräch, das heißt gehen Sie auf Ihre Stärken und Schwächen ein.

In einem weiteren Schritt sollten Sie verdeutlichen, ob es sich bei Ihrem Unternehmen um eine Einzelgründung handelt oder weitere Personen an der Gründung beteiligt sind. Planen Sie, Personal einzustellen? Führen Sie aus, ob und wie viele Mitarbeiter Sie in welcher Phase Ihrer Gründung benötigen. Die Art der Personalgewinnung sollte in diesem Teil ebenfalls Erwähnung finden.

 

  1. Chancen und Risiken

Jede Unternehmensgründung birgt Herausforderungen. Beschreiben Sie an dieser Stelle des Businessplans für das Jobcenter, wie Sie diese erfolgreich überwinden können. Führen Sie hierzu die Stärken Ihrer Unternehmung an. Bestimmte Methoden – wie die SWOT-Analyse aus der Marketingtheorie – helfen Ihnen, die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken Ihres Geschäftskonzepts methodisch zu analysieren.

Bleiben Sie in jedem Fall realistisch und beschönigen Sie nichts. Der Sachbearbeiter des Arbeitsamtes muss erkennen, dass Sie die Gegebenheiten Ihrer Unternehmung kennen und diese gezielt zu Ihrem Vorteil nutzen können.

 

  1. Finanzierungsbedarf

In diesem Themenbereich geht es um den Kapitalbedarf Ihrer Unternehmung. Wie viel Startkapital ist nötig? Beschreiben Sie auch, wie sich der Bedarf in den folgenden Perioden entwickeln wird. In den meisten Fällen unterliegt dieser bei Neugründungen starken Schwankungen. Setzen Sie einen Planungshorizont von drei bis fünf Jahren an. Auch hier gilt: Bleiben Sie realistisch und beweisen Sie, dass Sie die Situation realistisch einschätzen können.

 

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