Businessplan Köln – Tipps für Start-ups in der Stadt am Rhein

Kulturelle Vielfalt, breites demografisches Spektrum, Pioniergeist: Als Millionenstadt charakterisiert sich Köln durch die typischen Besonderheiten einer Metropole. Durch dieses Zusammenspiel entsteht ein positives Gründerklima, in dem neue Geschäftskonzepte stets willkommen sind. Die historische Stadt am Rhein gehört somit zu den attraktivsten Standorten für Start-ups in Deutschland. Es herrscht reichlich Andrang, sodass die Mietpreise für Ladenflächen, Büroräume und Lagerhallen höher sind als im Rest der Bundesrepublik. Ein Kapitalbedarf, den viele Gründerinnen und Gründer am Anfang nur mithilfe von Darlehen, Krediten oder Fördergelder decken können. Um diese externen Finanzmittel in Anspruch nehmen zu können, ist die Erstellung eines Businessplans Pflicht.

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Der Businessplan als entscheidender Faktor

Banken und private Investoren vergeben ihre Gelder nach strengen Richtlinien. Während etablierte Unternehmen im Gespräch mit den Kennzahlen der vergangenen Geschäftsperiode punkten können, liegen diese Daten bei Neugründungen noch nicht vor. Sie müssen ihre Erfolgschancen am Markt erst noch unter Beweis stellen. Um diese schon vor der Kreditvergabe einschätzen zu können, verlangen Fremdkapitalgeber einen Businessplan. Dieser stellt das Geschäftskonzept detailliert vor und beleuchtet alle Einflussfaktoren, die auf das Unternehmen einwirken. Neben dem Textteil sind es vor allem die Zahlen, die für externe Geldgeber relevant sind. Aus diesem Grund beinhaltet jeder Businessplan einen umfangreichen Finanzplan.

 

Aus diesem können Banken und Investoren folgendes ablesen:

  • Höhe des Kapitalbedarfs
  • Finanzstruktur des Start-ups
  • Ein- und Verkaufspreise
  • Zu erwartende Absatzzahlen
  • Kennzahlen wie Break-Even-Point, Rentabilität und Return on Investment

 

Der finanzielle Teil des Businessplans gibt Aufschluss über die Machbarkeit der Geschäftsidee. Er verdeutlicht Fremdkapitalgebern die Wahrscheinlichkeit und den Zeitpunkt des Kapitalrückflusses. Dies ist ein zentraler Faktor für die interne Entscheidungsfindung. Das bedeutet: Ein leicht nachvollziehbarer, vollständiger Businessplan mit realistischen Zahlen erhöht die Chancen auf eine Zusage seitens Banken und Investoren.

 

Sonderfall: Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss ist ein staatliches Fördermittel, der angehenden Unternehmerinnen und Unternehmern den Schritt in die Selbständigkeit erleichtern soll. Zielgruppe sind vorzugsweise Personen, die ihr Start-up aus der Arbeitslosigkeit heraus starten möchten. Aus diesem Grund ist die Agentur für Arbeit für die Antragsbearbeitung zuständig. Bei dem Zuschuss handelt es sich um eine Ermessensleistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Ausschlaggebend für die Bewilligung ist auch hier die Machbarkeit der Geschäftsidee, die aus dem Businessplan hervorgeht.

Besonderheit: Im Gegensatz zu Krediten und Darlehen ist der Gründungszuschuss von der Rückzahlung befreit. Dennoch muss der langfristige Erfolg des Vorhabens absehbar sein, denn die Förderung soll den dauerhaften Ausstieg aus der Arbeitslosigkeit sichern. Um einen positiven Entscheid zu erhalten, ist die Erstellung eines schlüssigen Businessplans somit auch aus diesem Blickwinkel unerlässlich.

 

Die Vorteile eines Businessplans für Gründerinnen und Gründer

Auf den ersten Blick erscheint die Businessplanerstellung aufwendig. Mit der richtigen Herangehensweise ist die schriftliche Ausarbeitung Ihrer Geschäftsidee jedoch einfach. Wichtig ist, dass Sie die Bedeutung dieses Dokuments verinnerlichen. Betrachten Sie die Erstellung nicht als notwendiges Übel, sondern als unverzichtbaren Baustein für Ihren unternehmerischen Erfolg. Indem Sie Ihre Idee in ein ganzheitliches Konzept überführen, entdecken Sie eventuelle Fallstricke und Ungereimtheiten frühzeitig. Dies ermöglicht Ihnen, Anpassungen vorzunehmen und unnötige Fehler zu vermeiden. Ein Businessplan ist sowohl in der Vorgründungsphase als auch nach Eröffnung Ihres Geschäfts ein hilfreicher Leitfaden zur Verfeinerung Ihrer Unternehmensstrategie.

 

Businessplan für Kölner Start-ups – Guide für die Erstellung

Der Inhalt eines Businessplans unterteilt sich in der Regel in fünf Abschnitte, deren Länge von der jeweiligen Geschäftsidee abhängt. Ein Beispiel: Bei gastronomischen Neugründungen ist die Konkurrenz groß, sodass die Wettbewerbsanalyse umfangreicher ausfällt als bei Nischenunternehmen. Es gilt, die Form und die Länge Ihres Businessplans an Ihr Konzept anzupassen. Unterteilen Sie hierzu alle internen sowie externen Einflussfaktoren in unterschiedliche Themenblöcke und setzen Sie diese in eine sinnvolle Reihenfolge. In den jeweiligen Abschnitten erörtern Sie die Schwerpunkte im Detail.

 

Beispiel für eine Gliederung:

1. Unternehmen

Inhalt:

  1. Ihre Geschäftsidee im Überblick
  2. W-Fragen (was, wie, wo, an wen)

 

Zu Beginn Ihres Businessplans gilt es, das Interesse der Leserinnen und Leser zu wecken. Auf ein bis drei Seiten fassen Sie die wichtigsten Eckdaten Ihres Start-ups zusammen und geben einen Ausblick auf die kommenden Abschnitte. Es ist sinnvoll, diesen Text als letztes zu verfassen.

Tipp: Vermeiden Sie, in Eigenwerbung zu verfallen. Ziel ist vielmehr, die Ernsthaftigkeit Ihrer Unternehmung mit Zahlen und Fakten zum Ausdruck zu bringen.

 

2. Kunden

Inhalt:

  1. Welche Zielgruppe peilen Sie an?
  2. Wie steht es um die Nachfrage nach Ihrem Produkt beziehungsweise Ihrer Dienstleistung?

 

In diesem zweiten Schritt definieren Sie Ihre Zielgruppe und erläutern, wie hoch deren Kaufkraft sowie deren Preissensitivität ist. Beschreiben Sie auch, über welche Kanäle Sie zu potenziellen Kundinnen und Kunden durchdringen möchten. Stellen Sie in diesem Abschnitt heraus, dass Sie die Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen Ihrer zukünftigen Kundschaft kennen.

Tipp: Nutzen Sie aussagekräftige Zahlen, um Ihre Ausführungen zu untermauern. Als Quelle eignen sich seriöse Statistiken und Datensätze der IHK Köln.

 

3. Markt und Wettbewerb

Inhalt:

  1. Wie entwickelt sich der Markt?
  2. Wer sind Ihre größten Konkurrenten?

 

Fokussieren Sie sich in diesem Abschnitt auf das Umfeld Ihres Start-ups. Es gilt, Ihre Kenntnisse über den Markt unter Beweis zu stellen. Führen Sie aus, mit welchen Strategien Sie sich gegen Ihre Mitbewerber behaupten können und welche Marktposition Sie anstreben. Nicht zuletzt sollten Sie die voraussichtliche Entwicklung der Branche thematisieren.

Tipp: Holen Sie Informationen von Fachverbänden, Fachzeitschriften oder der IHK Köln ein, um eine professionelle Markt- und Wettbewerbsanalyse durchzuführen.

 

4. Gründerperson

Inhalt:

  1. Wer steht hinter der Geschäftsidee?
  2. Sind Vorkenntnisse vorhanden?

 

Dieser Abschnitt ist für private Investoren und für die Agentur für Arbeit interessant. Im Fokus steht Ihre persönliche Eignung sowie Ihre Motivation als Gründerin beziehungsweise Gründer. Verweisen Sie auf eventuelle Vorkenntnisse wie eine abgeschlossene Ausbildung, eine Weiterbildung oder mehrjährige Berufserfahrung.

Tipp: Bewahren Sie auch in diesem Abschnitt einen sachlichen Schreibstil. Mit umgangssprachlichen Begriffen und emotionalen Formulierungen laufen Sie Gefahr, von den Fremdkapitalgebern als naiv wahrgenommen zu werden.

 

5. Finanzstruktur

Inhalt:

  1. Höhe des Kapitalbedarfs
  2. Kennzahlen

 

Achten Sie in diesem Abschnitt auf mathematische Korrektheit. Weisen Sie die voraussichtlichen Absatzzahlen, die geplanten Verkaufspreise sowie die auflaufenden Kosten aus. Auf Basis dieser Daten errechnen Sie Kennzahlen wie den Break-Even-Point und die Rentabilität für die ersten drei bis fünf Jahre nach der Gründung.

Tipp: Verzichten Sie auf eine „Verschönerung“ der Zahlen. Fehlkalkulationen in der Vorgründungsphase sind der häufigste Grund für das Scheitern vielversprechender Start-ups.

 

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