Businessplan für Selbständige: In fünf Schritten zum perfekten Plan

Ein zunehmender Teil der Menschen entscheidet sich für den mutigen Schritt in die Selbständigkeit. Zu verlockend ist der Gedanke, das Angestelltenverhältnis hinter sich zu lassen und den Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen. Doch mehr Freiheit bedeutet auch mehr Verantwortung. Ohne gründliche Planung und gewissenhafte Vorbereitung entpuppt sich das Vorhaben schnell als finanzielle und mentale Belastung. Die gute Nachricht: Mit einem Businessplan sinkt dieses Risiko auf ein Minimum.

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Fünf Schritte für einen fundierten Geschäftsplan

Viele Erstgründerinnen und Erstgründer denken, der Businessplan für ihr Unternehmen sei schnell geschrieben. In Wirklichkeit handelt es sich um ein mehrseitiges Dokument, für dessen Erstellung mehrere Wochen eingeplant werden sollten. Eine gute Hilfe für mehr Effizienz, die Bearbeitung in fünf Phasen aufzuteilen. Diese fungieren als Gerüst, an dem Sie sich entlang angeln können.

 

1. Geschäftsidee genau definieren

Obwohl dieser erste Schritt eine Selbstverständlichkeit sein sollte, wird er oft vernachlässigt. Ihr Ziel sollte sein, von Beginn an ein stabiles Fundament für Ihr Business zu legen. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben daher so detailliert wie möglich. Stellen Sie heraus, auf welchem Markt Sie sich mit Ihrem Unternehmen positionieren möchten und was das Besondere an Ihrem Produkt ist. Auf diesen Informationen basiert die Art und der Umfang der Recherche, die im zweiten Schritt folgt.

2. Vorbereitung und Recherche

Jeder stimmige Geschäftsplan fußt auf gut recherchierten Daten. Stellen Sie sich ein aussagekräftiges Zahlenwerk aus Marktkennzahlen, Branchenumsätzen und Konkurrenzpreisen zusammen. Nutzen Sie hierfür ausschließlich seriöse Quellen wie die regionale Handelskammer und branchenspezifische Verbände.

Tipp:

Teilen Sie die erhobenen Daten direkt in unterschiedliche Themenbereiche – wie Konkurrenz, Absatzmarkt, Gründungskosten etc. – auf. Auf diese Weise behalten Sie stets den Überblick darüber, für welchen Abschnitt des Businessplans die jeweilige Zahl relevant ist.

3. Ausformulierung des Businessplans

In diesem dritten Schritt widmen Sie sich der eigentlichen Businessplanerstellung. Sie formulieren Ihre Stichpunkte aus und nutzen das Zahlenwerk, um betriebswirtschaftliche Kennzahlen zu berechnen. Vermeiden Sie Wiederholungen und stellen Sie sicher, dass jede Überschrift hält, was sie verspricht. Die Seitenanzahl des Businessplans für Ihre Selbständigkeit hängt von der Komplexität Ihres Unternehmens ab. Zwischen zehn und dreißig Seiten ist alles erlaubt.

Empfohlene Gliederung für Ihren Geschäftsplan:

  • Zusammenfassung
  • Geschäftsidee und Angebot
  • Kunden
  • Markt und Wettbewerb
  • Gründerperson
  • Finanzplan

Diese Aufteilung dient lediglich als Inspiration, sodass Abweichungen erlaubt sind. Stimmen Sie die Reihenfolge und die Länge der einzelnen Kapitel auf Ihr Unternehmen ab.

4. Zusammenstellung des Anhangs

Neben dem Finanzplan ist der Anhang der Teil, mit dem Sie Ihre Aussagen untermauern. Kein Businessplan für die Selbständigkeit gleicht dem nächsten, sodass sich auch die angehängten Dokumente unterscheiden. Zu den unverzichtbaren Schriftstücken gehört ein tabellarischer Lebenslauf, der Miet- beziehungsweise Pachtvertrag für Ihre Geschäftsräume und eventuelle Leasingverträge. Sofern Sie Eigenkapital beziehungsweise andere Sicherheiten mitbringen, ist auch dies im Anhang schriftlich nachzuweisen.

5. Kontrolle und Aktualisierung

Der Businessplan ist ein lebendes Dokument. Das bedeutet, dass Sie ihn fortlaufend erweitern, anpassen und optimieren sollten. In der Gründungsphase weicht die Realität oft vom Plan ab. Der Businessplan für Ihre Selbständigkeit dient Ihnen in dieser entscheidenden Phase als Orientierungshilfe, um auf dem richtigen Pfad zu bleiben. Sind wesentliche Veränderungen dennoch unvermeidbar, sollten Sie diese in den Plan aufnehmen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn strukturelle Veränderungen auf dem Markt zu einem erhöhten Kapitalbedarf führen. Ziel sollte sein, den geplanten Zustand und den realen Status quo Ihres Unternehmens auf einen Nenner zu bringen.

Ist die Businessplanerstellung für Selbständige Pflicht?

Sofern Sie Fremdkapital für die Gründung Ihres Unternehmens benötigen, kommen Sie um den Geschäftsplan nicht herum. Er gewährt einen tiefen Einblick in Ihr Vorhaben, was für die Inanspruchnahme von privaten Investorengeldern und staatlichen Förderkrediten unerlässlich ist. Ihnen als Gründerin beziehungsweise Gründer hilft die schriftliche Ausarbeitung Ihrer Geschäftsidee, das unternehmerische Risiko zu minimieren. Lücken und Fallstricke in Ihrer Planung erkennen Sie rechtzeitig. Der eigene Businessplan ist für Selbständige wie Sie somit kein notwendiges Übel, sondern ein wertvolles Geschäftsdokument.

Sonderfall: Businessplan schreiben für freiberufliche Tätigkeit

Die Tipps zur Zusammenstellung eines ganzheitlichen Geschäftsplans beziehen sich auf klassische Selbständige. Falls Ihre Tätigkeit gemäß § 18 EStG zu den freien Berufen zählt, sollten Sie dennoch einen Businessplan schreiben. Dies trifft vor allem zu, wenn Ihr eigenes Kapital für den Start nicht ausreicht. Um Fremdgelder für die Einrichtung Ihres Architektenbüros oder Ihrer Praxis zu erhalten, ist ein fundierter Geschäftsplan unverzichtbar. In diesem Fall gibt es einige Besonderheiten, die Sie beachten sollten.

Im Gegensatz zum Businessplan für Selbständige steht bei Freiberuflern die Gründerperson verstärkt im Vordergrund. Dies basiert auf der Tatsache, dass Sie eine Dienstleistung verkaufen. Ihre fachliche und persönliche Eignung spielt für den Erfolg der Unternehmung somit eine übergeordnete Rolle. Eine weitere Besonderheit ist, dass Sie Ihren Preis nicht in allen freien Berufen selbst festlegen können. Die Gebührenordnung, die in vielen Tätigkeitsfeldern bindend ist, lässt nur wenig Spielraum. Dies sollten Sie im Finanzteil Ihres Geschäftsplans berücksichtigen.

 

Zusammengefasst gilt für Freiberufler bei der Erstellung des Businessplans:

  • Gehen Sie verstärkt auf Ihre Eignung als Gründerperson ein.
  • Berücksichtigen Sie eventuelle Gebührenordnungen bei der Preiskalkulation.
  • Um Schadenersatzforderungen vorzubeugen, sind Versicherungen für Freiberufler essenziell: Beziehen Sie die entsprechenden Beiträge in die Finanzplanung ein.
  • Verdeutlichen Sie den potenziellen Geldgebern, dass Sie die fachlichen, persönlichen und rechtlichen Voraussetzungen zur Ausübung der angestrebten Tätigkeit erfüllen.
  • Zu den freien Berufen gehören viele Tätigkeiten aus dem künstlerischen, erzieherischen, schriftstellerischen und wissenschaftlichen Bereich. Prüfen Sie vor der Businessplanerstellung, ob Ihr Beruf in diese Kategorie fällt und passen Sie den Plan entsprechend an.

 

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